Thomas Nelis

Moin aus der Speicherstadt!

Wer bin ich? Was mache ich? Was hat mir die Hotelfachschule gebracht?

Als HOFA-Studierender war ich Euer Schulsprecher. Im Anschluss an die Hotelfachschule habe ich im Voreröffnungsbüro des AMERON Hotel Speicherstadt, Hamburg meine erste Führungsposition als Bar- & Restaurantleiter angetreten. Mittlerweile bin ich dort Gastronomischer Leiter. Schnell stellte ich fest, dass ich das an der HOFA Erlernte in der Praxis sehr gut gebrauchen konnte, auch wenn die Anwendung von theoretischen Wissen in der Praxis oft extrem schwer fällt.

Was hat mir die Hotelfachschule für die Berufspraxis gebracht?

  • Die vielen Präsentationen. Ich brauchte mir nie Sorgen vor einer anstehenden Präsentation im Unternehmen zu machen. An der Schule wurden wir an allen Medien sehr gut ausgebildet.
  • Microsoft Office Programme. 95% meiner administrativen Tätigkeiten führe ich heute mit Outlook, Excel und Word aus. Alle Betriebe nutzen extrem viel Excel aber nur ein ganz kleiner Kreis der Mitarbeiter kann diese Programme wirklich sicher anwenden. Microsoft Access durften wir damals auch kennen lernen. In dieses Programm habe ich mich verliebt und entwickle immer wieder eigene Programme für unseren F&B-Bereich.
  • BWL und Controlling. Gerade die erlernten Begriffe helfen im Alltag oft weiter. Wenn die Bereichslisten rumgehen, kann man sich schnell einen Überblick verschaffen. Auch die Budgetierung fällt leichter, da man weiß, wie bestimmte Kosten und Umsätze in Verbindung stehen.
  • Barista Ausbildung. Man glaubt nicht wie hilfreich die Barista Ausbildung war! In unserer Bar haben wir einen richtig tollen Siebträger mit den hochwertigsten Mühlen stehen und ich kann alle Mitarbeiter daran ausbilden. Das sorgt für einen sehr hohen Kaffeespezialitäten-Standard im Unternehmen.
  • Personalmanagement. Das hat für eine Führungskraft einen sehr hohen Stellenwert. Gerade bei Neueröffnungen müssen Stellenbeschreibungen, Stellenausschreibungen, Personalbedarf usw. ermittelt werden. Vor dem Hoteldirektor zählen Fakten und keine emotionalen Einschätzungen von Personalbedarf. „Wir sind zu wenig Personal“ hört er schließlich immer, egal wie viele Mitarbeiter in einem Betrieb arbeiten.
  • Sicherlich habe ich noch das eine oder andere vergessen.

Für die zukünftigen Absolventen würde ich mir einen noch stärkeren Fokus der Schule auf  die Entwicklung von „Social Skills“ und „Leadership“ wünschen, denn dies sind neben fachlichen Fähigkeiten entscheidende Kompetenzen.

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Thomas Nelis als „Praktiker“ mit Studierenden im Frühjahr 2016 bei einer Praxisfortbildung „Mitarbeiter führen“ in der Schul-Mediothek

Berufliche Stationen Thomas Nelis: Holiday Inn Aachen * MS Europa * Meatery Hamburg * Restaurant Goldfisch, Hamburg * Hotelfachschule Hamburg mit Schwerpunkt Management in der Systemgastronomie * AMERON Hotel Speicherstadt, Hamburg